Storch, Gottfried Christoph von (1778-1829) großherzogl. mecklenb. schwerin. Major u. Stabsoffizier zu Rostock

Aus: Neuer Nekrolog der Deutschen, siebenter Jahrgang, 1829
Autor: Dr. Brüssow, Erscheinungsjahr: 1829
Themenbereiche
Enthaltene Themen: Mecklenburg-Vorpommern, Nachruf, Russlandfeldzug, Napoleon, Befreiungskrieg
Der Verewigte ward zu Lohmen, einem Dorfe im meckIenb. schwerinischen Klosteramte Dobbertin geboren, wo sein Vater Prediger war. Seine Bildung wurde durch Hauslehrer geleitet und schon früh zeigte sich bei ihm die Neigung zum Militärstande.
Er trat daher schon in seinem 16. Lebensjahr (1794) als Junker in das großherzogl. Militär ein, und zwar bei dem Oberst von Winterschen Grenadier-Regiments, das damals zu Güstrow garnisonierte, erhielt den 4. März 1795 das Patent als Second-Leutnant und den 11. Juni 1802 als Premier-Leutnant in demselben Regiment, und wurde von hier im Jahr 1807 in gleichem Grade in das 2. Bataillon des von Plessen'schen Leibgrenadier-Regiments nach Schwerin versetzt. Als sich im folgenden Jahre darauf das mecklenburgische Militär nach dem Übertritte des Großherzogs zum Rheinbunde in eine Infantriebrigade formierte, wurde v. Storch zum 2. Bataillon derselben nach Wismar und 1809 zum ersten nach Rostock versetzt.

Im Jahr 1812 ging er mit dem Kontingentregiment unter den Befehlen des Generalmajors von Fallois in den denkwürdigen Feldzug nach Russland, welcher auf seine Gesundheit die nachteiligsten Folgen äußerte und seinen frühen Tod herbeiführte.
Bei seiner Rückkehr mit den Resten dieses Regiments avancierte er nun unterm 18. März 1813 zum Kapitän und wirklichen Kompaniechef im ersten Musketierbataillon und folgte anderweitig der mecklenburgischen Fahne in alle seit der Zeit von den großherzogl. Truppen gemachten Feldzüge gegen Frankreich. Seitdem stand er fortwährend zu Rostock in Garnison, wurde den 28. März 1821 zum Major befördert und dem 2. Musketierbataillon aggregiert.

Von Storch war ein ganz vorzüglicher Mensch und genoss allgemeine Achtung und Liebe. Seine Liebe und Anhänglichkeit für Ehre, Fürst und Vaterland war erprobt und stets bemährt gefunden worden. In ihm starb ein braver Soldat, ein biederer Freund, der uneigennützig und still, ja mit eigener Aufopferung überall half und Gutes übte, wo seinem für jeden edle Gefühl offenen Herzen sich nur die Gelegenheit darbot.
Schwerin. Dr. Brüssow.

Rostock, Kröpeliner Tor

Rostock, Kröpeliner Tor

Rostock, Universität

Rostock, Universität

Die Mecklenburger 1812 im Russlandfeldzug.

Die Mecklenburger 1812 im Russlandfeldzug.

Französiche Soldaten.

Französiche Soldaten.

Mecklenburger Truppen. Eine Originalseite aus dem Werk.

Mecklenburger Truppen. Eine Originalseite aus dem Werk.